Tierpsychologische Hilfe für Katzen, Pferde und ihre Menschen.


Tierpsychologische Verhaltensberatung

Bemerken Sie Verhaltensauffälligkeiten bei Ihrem tierischen Liebling? Sehen Sie sich mit unerwünschten Verhaltensweisen konfrontiert und möchten diese ändern? Oder haben Sie Sorge, dass es sich sogar um eine gesundheitsschädigende Verhaltensstörung handeln könnte? Durch eine funktionale Verhaltensanalyse erarbeite ich die Ursachen des Problems und finde gemeinsam mit Ihnen die individuell geeigneten Lösungswege.


Die Anamnese erfolgt durch ein detailliertes Gespräch mit Ihnen während eines Hausbesuchs bzw. Stallbesuchs. Wenn möglich wird das Tier in seinem alltäglichen Umfeld beobachtet, falls nötig auch in Interaktion mit Ihnen, anderen Bezugspersonen oder Artgenossen. Da solche Besuche jedoch immer eine Ausnahmesituation für den Patienten darstellen, kann es hilfreich sein, wenn Sie vorab persönliche Notizen, Foto- oder Videomaterial sammeln, damit ich mir ein möglichst präzises Bild der Vorkommnisse machen kann.

Schritt für Schritt werde ich Hintergründe und spezifische Auslöser des Problemverhaltens ermitteln und erste Trainings- oder Handlungsempfehlungen zur Veränderung aussprechen. Im weiteren Verlauf sende ich Ihnen einen schriftlichen Therapieplan, welcher sämtliche Empfehlungen zum Nachlesen beinhaltet. Wir bleiben in Kontakt, damit wir Ihre langfristigen Ziele und Wünsche erreichen können.
Für eine Erstberatung empfehle ich, etwa zwei Stunden Zeit einzuplanen. Folgetermine können kürzer ausfallen und werden je nach Bedarf vereinbart. Der Therapieplan kann im Laufe der Zeit neu angepasst werden, um Sie optimal und nachhaltig zu unterstützen. Für kurze Rückfragen außerhalb unserer Termine können Sie mich selbstverständlich jederzeit ohne Mehrkosten kontaktieren.

 

Typische Probleme, bei denen ich Ihnen helfen kann:

 

Katzen

- Kot- und Urinabsatz außerhalb der Katzentoilette

- Harnmarkieren

- Kratzen an Möbeln

- exzessives Vokalisieren (Miauen)

- aggressives Verhalten gegenüber Menschen, anderen Katzen oder anderen Tieren

- ängstliches Verhalten, Phobien oder generalisierte Angst

- Trennungsstress

- Fressen von ungewöhnlichen Objekten

- Apathie, Unlust zu Spielen

- nächtliche Unruhe

- stereotype Bewegungsabläufe (exzessives Leck- und Putzverhalten, Schwanzjagen, Kreislaufen,...)

Pferde

- Probleme beim Führen oder Verladen

- Steigen, Bocken

- aggressives Verhalten gegenüber Menschen, anderen Pferden oder anderen Tieren

- Schreckhaftigkeit, generalisierte Angst, Phobien

- exzessives Scharren

- Treten gegen die Boxenwand

- Sattelzwang

- Kleben (Trennungsstress)

- Headshaking

- exzessive Fellpflege, Automutilation

- Holzkauen, Fressen von unverdaulichen Dingen

- stereotype Bewegungsabläufe (Koppen, Weben, Boxen- und Zaunlaufen, Zungenstrecken, Barrenwetzen,...)

 


Pferdepsychologin erklärt - Problemverhalten oder Normalverhalten?

Marker Training

Diese Methode genießt große Bekanntheit unter dem Namen Clickertraining, oder kurz Clickern.

Ich berufe mich hier generell auf Marker, die als Kommunikationsmittel zwischen Mensch und Tier dienen können – denn ob tatsächlich mit dem Gegenstand „Clicker“ gearbeitet wird, ist ganz vom jeweiligen Fall abhängig.


In jedem Fall aber birgt diese Methode zahlreiche Vorteile für Mensch und Tier: Durch präzises Markieren und Verstärken des erwünschten Verhaltens können Sie neue Aufgaben verständlich vermitteln, die gemeinsame Kommunikation verbessern und Verhaltensveränderungen ermöglichen. Geteilte Erfolgserlebnisse stärken Ihre Beziehung, darüber hinaus werden die kognitiven Leistungen der Tiere gefördert und das Selbstvertrauen gesteigert. All dies geschieht auf Basis der positiven Verstärkung, gewaltfrei und ohne Strafen. Bei einer Verhaltenstherapie ist Clickern oft ein Teil des Programms, aber auch ohne ein akutes Problemverhalten lohnt es sich, den Weg des positiven Tiertrainings zu gehen.

 

Die Einsatzgebiete sind äußerst vielseitig: Vom „Höflichkeitstraining“ für das Pferd über Leinentraining für die Katze bis hin zum Medical Training gegen Tierarztangst. Mit Markertraining können Sie spielerisch Tricks erarbeiten, die Resilienz von ängstlichen Patienten steigern und noch vieles mehr.

Ob Sie eine Einführung in diese Trainingsmethode wünschen oder an einem bestimmten Punkt Ihres Trainings nicht weiter kommen: Ich hole Sie dort ab, wo Sie stehen, und helfe Ihnen voran.

 

Katzenpsychologin gibt Tipps - Harness und Leine für die Katze durch Clickertraining

Enrichment

Enrichment ist das Prinzip, die Lebens- und Haltungsbedingungen von Tieren in Menschenobhut zu optimieren.

 

In der Theorie spricht man von Behavioral and Environmental Enrichment, also Verhaltens- und Umweltanreicherung. In der Praxis greifen die beiden Begriffe oft ineinander. Das Konzept stammt aus der Zootierhaltung, viele Tiergärten machen es sich (glücklicherweise) bei ihren Wildtieren zunutze.
Doch auch unsere domestizierten Vierbeiner können enorm davon profitieren. In der modernen Welt birgt das Zusammenleben immer mehr Raum für Konflikte. Als Tierhalter oder Stallbetreiber sollten wir die Prinzipien von Enrichment ebenfalls befolgen, denn viele Haltungssysteme für Pferde und die zunehmende Wohnungshaltung von Hauskatzen neigen dazu, das Anpassungsvermögen der Tiere zu übersteigen. Und dies ist eine der häufigsten Ursachen für Verhaltensprobleme.

Daher kommt dem Enrichment eine ganz besondere Rolle in der Prävention von Verhaltensstörungen zu.

 

Natürlich muss man immer einen Kompromiss finden zwischen den artgerechten Bedürfnissen unserer Tiere und den räumlichen, finanziellen oder zeitlichen Grenzen, die uns gesetzt sind.
Daher biete ich Ihnen eine individuelle Beratung mit dem Fokus darauf, artgemäße Bereicherungen und Maßnahmen zu finden, die Sie in Ihrem persönlichen Rahmen umsetzen können. Ihre Tiere werden es Ihnen danken!

 

Verhaltensberaterin erklärt die Optimierung der Haltungsbedingungen für Katzen und Pferde

Coaching für Tierhalter

Wir tragen im Umgang mit Tieren immer eine besondere Verantwortung, die auch Selbstreflexion, Weiterbildung und das richtige Mindset erfordert. Nur so können beide Seiten lernen, einander zu verstehen, und vielen Verhaltensproblemen kann man schon dadurch vorbeugen. Ich unterstütze Sie gerne bei wichtigen Themen wie:

 

Ankauf: Für ein harmonisches Miteinander ist es unabdingbar, dass Menschen- und Tierpersönlichkeiten zusammenpassen. Setzt man eine ängstliche Katze in einen belebten Haushalt oder kauft ein temperamentvolles Pferd für einen Reitanfänger, sind Probleme quasi vorprogrammiert. Wenn Sie unsicher sind, welches Tier das richtige für Sie ist oder wie Sie die Persönlichkeit vor dem Kauf beurteilen können, helfe ich Ihnen dabei, Klarheit zu bekommen.

 

Zusammenführung: Besondere Achtsamkeit ist auch geboten, wenn die Integration eines neuen Mitglieds in eine bestehende Gruppe bevorsteht. Die ersten Erfahrungen der Tiere in ihrem neuen Umfeld sind oftmals entscheidend. Verhaltensauffälligkeiten beim Pferd im Zusammenhang mit einem Stallwechsel sind keine Seltenheit. Und insbesondere im Mehrkatzenhaushalt gilt: Die ersten Begegnungen mit den neuen Mitbewohnern sind oft maßgeblich für den weiteren Verlauf der Beziehungen. Sammeln sie bei diesen ersten Begegnungen negative Erfahrungen, kann es ausgesprochen schwierig werden, noch ein harmonisches Verhältnis zwischen den Katzen zu erreichen.
Darum ist gute Vorbereitung (wieder einmal) die halbe Miete. Ich entwickle für Sie den Plan für eine erfolgreiche Zusammenführung und helfe Ihnen dabei, den Einzug so stressfrei wie möglich zu gestalten.

 

Kitten und Fohlen: Was muss man beim Absetzen von der Mutter beachten? Welche Bedeutung hat die Sozialisation unserer kleinen Schützlinge und wie werde ich den Ansprüchen gerecht? Welche Erfahrungen sollten Teil des „Katzen-Kindergartens“ sein? Wie sollte die Grunderziehung meines Fohlens aussehen? Dies sind nur wenige von all den Fragen, die man sich bei der Aufzucht von Jungtieren stellen muss. Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, bei der ich Ihnen gerne von Anfang an unter die Arme greife!

 

Stubentiger on tour: Auch Katzen können sich an Geschirr und Leine gewöhnen, mit uns gemeinsam spazieren gehen und sogar mit uns auf Reisen gehen. Dabei geht es um mehr, als eine witzige Freizeitbeschäftigung: Für viele Katzen, denen kein uneingeschränkter Freigang gewährt werden kann, ist ein gesicherter Ausflug eine großartige Bereicherung! Für uns Menschen übrigens auch – ich selbst verreise regelmäßig mit meiner Katze und es ist jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis, das uns beide noch mehr zusammenschweißt. Doch Sicherheitsaspekte, Persönlichkeitsaspekte und ein von Grund auf positives Training haben bei solchen Plänen die höchste Priorität. Ob Sie die „Leinenführigkeit“ trainieren wollen oder wissen wollen, was es bei gemeinsamen Reisen alles zu beachten gibt: Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Sie bei diesem Abenteuer zu unterstützen!

 

Pferdegerecht trainieren: Reitunterricht einmal anders. Ich begleite Ihre Trainingsstunde mit dem besonderen Blick für die Kommunikationssignale Ihres Pferdes. Sehr feine Verhaltensreaktionen kann ein Reiter vom Sattel aus nicht immer selbst erkennen, dabei sind sie die direkte Antwort des Pferdes auf die Hilfengebung, und es ist notwendig seine Antworten jederzeit zu verstehen, um entsprechend reagieren zu können.
Ich spule dabei keine Lektionen nach Schema F ab, sondern beobachte vielmehr Ihren normalen Arbeitsablauf (auf Wunsch inkl. Putzen und Satteln), analysiere dabei Ihr Zusammenspiel als Team und finde Ansatzpunkte, das wechselseitige Verständnis zu verbessern und dadurch mögliche Blockaden zu lösen.
Reitweisen-übergreifend! Denn die Sprache der Pferde bleibt gleich – ob im Rennsport oder unter dem Westernsattel.

 

Pferdeherde oder Mehrkatzenhaushalt - Tierpsychologin gibt Tipps für die erfolgreiche Zusammenführung

Fernberatung

Obwohl ein Hausbesuch bzw. Stallbesuch in der Regel vorzuziehen ist, kann es gute Gründe geben, auf eine Beratung per Telefon, E-Mail oder Videochat zurückzugreifen. Wenn Sie keinen qualifizierten Berater in Ihrer Nähe ausfindig machen können, ist die Fernberatung eine sehr gute Möglichkeit, dennoch Hilfe zu erhalten.
Andererseits können es manche Fälle erfordern, zunächst auf eine direkte Begegnung zu verzichten. Wenn zum Beispiel eine Katze in besonderem Maße verängstigt auf Fremde reagiert, sollte man zu Beginn der Therapie jeden unnötigen Stress eines fremden Besuchers vermeiden und die Katze zuerst in ihrer Selbstsicherheit stärken, bevor der Tierpsychologe (ein neuer Eindringling in ihr Revier) ins Haus kommt.

 

Bitte beachten Sie: Jede erfolgreiche Beratung erfordert Ihre Mitarbeit, aber für Fernberatungen gilt dies ganz besonders. Da ich mir kein eigenes Bild machen kann, sollten Sie auf Anfrage Foto- oder Videomaterial zur Verfügung stellen können und bereit sein, lange Fragebögen auszufüllen.